FAQ Community Garden Pulvermühlpark
Pilotprojekt zur "Essbaren Stadt Linz" ist der Community Garden im Pulvermühlpark in Linz-Urfahr. Im Rahmen eines Lehr-, Versuchs- und Naschgarten entsteht hier ein kleiner öffentlicher Gemeinschaftsgarten, an dem v.a. Anwohner des Parks unter dem Motto "Wie kann ich beitragen, dass dieser Garten noch schöner, inspirierender und lebendiger wird?" mitwirken.

1. Wie kannst Du mehr über das Projekt erfahren?
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Komm' Donnerstags in den Park. Du findest uns hier im Sommer meist zwischen 17.30 und 19.30h und im Winter zwischen 14.00 und 16.00h. Auf der Startseite der Website geben wir in der Regel bis Donnerstag Mittag bekannt, ob wir an diesem Tag vor Ort sein werden.
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Schreib uns: KONTAKT
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Komm' in die Fb-Gruppe ESSBARE STADT LINZ
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Komm' zum Sommerabend im Gemeinschaftsgarten am Freitag, 29.08.2025 von 18.00-19.30h
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Mach' Dich auf der Website schlau:
2. Wie kannst Du uns kontaktieren?
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Siehe Punkt 1
3. Wie kannst Du mitmachen?
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Entdecke die einzelnen Bereiche des Lehr- und Versuchsgartens und verstehe die Idee und Aufgaben der einzelnen Bereiche.
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Frage Dich: "Was kann ich tun, damit der Garten noch schöner, essbarer, inspirierender wird?
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Wenn Du Pflanzen oder Samen mitgebracht hast: Fühle Dich in die Pflanzen, in den Platz hinein: Wo möchte sie am liebsten wachsen und gedeihen?
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Wenn Du Pflanzen entdeckst, denen es nicht gut zu gehen scheint, frage Dich: Was fehlt ihr? Was stimmt nicht? Was braucht sie? Ist schon in der Endphase ihres Lebens ? Hat sie genügend Nahrung, Licht, zu viel oder zu wenig Feuchtigkeit, die falschen Nachbarn, zu viel Mitbewerb, zu alleine ...?
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Wenn Du Fragen hast, komm' gerne Donnerstags vorbei (siehe oben)
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Finde heraus, was Du noch tun möchtest ...
4. Welche unterschiedlichen Bereiche hat der Garten?
Um eine möglichst grosse Vielfalt zu ermöglichen, ist der Lehr- und Versuchsgarten ist in 8 verschiedene Zonen/ Abschnitte unterteilt:
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In der meist schattigen Zone der Kommunikationskreis: Rasten, sich austauschen, inspirieren lassen
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Entlang des Wäldchens: Würz- und Heilkräuterzone
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Gegenüber: Der Hecken-Drachen, eine Abtrennung zur Spielwiese und Trockenzone für Pflanzen wie z.B. die Hauswurz, die "europäische Aloe"
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Anschliessend an die Würz- und Heilkräuterzone: Die Mediterrane Mini-Zone, derzeit mit Feige, Rosmarin, Lavendel ...
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Gegenüber der Mediterranen Mini-Zone und hinter dem Hecken-Drachen: Die Rückzugszone für Blindschleichen und Igel (in Entstehung) sowie Platz für ein späteres Insektenhotel.
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Anschliessend der "Garten der Sinne": Eine im Aufbau befindliche Blumenwiese und Bienenweide mit einer Trocken- und Ruhezone an der Benjes-Hecke.
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Davor in Richtung Spielwiese die künftige Naschzone. Seit letztem Herbst erfolgt hier die Bodenvorbereitung: Zunächst mit einer Mulch-Schicht, seit März mit einer zusätzlichen Laubschicht, derzeit mit einer aktiven Gemüsebepflanzung zur Bodenaufbereitung durch die aktiven Bewurzelung, z.B. durch die tiefwurzelnden Tomaten. Ab Herbst folgt eine Bepflanzung mit Beerensträuchern. Himbeeren, Japanische Weinbeere, Apfelbeere (Aronia) und Stachelbeere sind bereits gepflanzt.
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Abschliessend eine weitere Naschzone: Der Jahreskreis der Beeren. Die Vorbereitung erfolgte ähnlich wie die an der anderen Naschzone.
5. Was ist wichtig im Garten?
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Der Garten soll möglichst ressourcenschonend angelegt und gepflegt werden. Das bedeutet, ...
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Möglichst kein Umgraben: Als Bodenvorbereitung werden Flächen gemulcht. Zeit, Mikroorganismen, Kleinlebewesen wie Regenwürmer, Wurzelaktivität und -ausscheidungen sowie die Bodenfeuchte unter der Mulchschicht führen im Idealfall zu Humusbildung, Lockerung und Belüftung des Bodens.
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im Idealfall kein/kaum Giessen (ausser bei der Pflanzung, in ungewöhnlichen Hitzeperioden oder wenn bereits grössere Pflanzen umgepflanzt werden und eine kurzzeitige Begleitung benötigen)
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kein/kaum Unkraut-/Beikraut-Jäten: Die Mulchschicht lässt kaum Unkraut bzw. Beikraut aufkommen. Wenn dieses wächst, kann geprüft werden, ob es sich um Wildgemüse, Gewürz- oder Heilkräuter handelt. Nehmen diese überhand, können sie meist einfach herausgezogen und auf die Mulch-Schicht gelegt werden - idealerweise um die Mittagszeit, damit die Wurzeln bald abtrocknen. So dienen sie vor Ort als wertvolle Kalium-, Calzium, Phosphat- oder Stickstoff-Spender.
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so weit wie möglich vorhandenes Material verwenden
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Der Garten bleibt frei von künstlichem Dünger oder Pflanzenschutzmitteln!
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Vorzugsweise werden natürlich gezogene Samen und Pflanzen sowie vorzugsweise alte, lokale bzw. regionale Sorten und Arten verwendet. Ausnahmen punkto regionaler Sorten stellen Pflanzen dar, die für kleine Räume einen Mehrwert darstellen können.
6. Kann ich etwas pflücken/ernten im Garten?
Für "Ernten" im eigentlich Sinn ist der Garten viel zu klein. Daher dient er v.a. als Lehr- und Versuchsgarten. Allerdings kann durchaus - z.B. in der Gewürz- und Heilkräuterzone (wichtig: Jeder auf seine eigene Verantwortung!!!) gekostet werden. Sich Wissen über die Pflanzen obliegt jedem selbst. Die Beerenzonen verstehen sich als klassischer Naschgarten: "Naschen", und für andere etwas übrig lassen: Es ist ein Gemeinschaftsgarten - bitte darauf achten.
7. Wer betreut den Garten?
Der Garten wurde von der Initiative "Essbare Stadt Linz" angeregt und angelegt und wird in den ersten 3 Jahren von ihr begleitet. In dieser Zeit besteht die Möglichkeit, dass das Projekt von Anwohnern und Interessenten angenommen und in der Folge weiterbetreut wird. Der Garten kann sich sich den aktuellen Bedürfnissen anpassen und ist in der Folge innerhalb seiner Grenzen veränderbar. Besteht weder Interesse noch Bedarf, so liegt es an der Initiative, zu entscheiden, ob der Garten bleiben oder wieder rückgebaut werden soll. Bis dahin soll er Optionen aufzeigen, wie wir in unserem Umfeld selbst aktiv, kreativ und tätig werden und einen wertvollen Beitrag zu unserem eigenen Lebensraum leisten können.
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Nach der Startphase, für die sich immer wieder Mitwirkende v.a. aus dem Umfeld der Gründerin eingefunden - und denen wir SEHR für ihr wertvolles Mitwirken danken, haben sich aktuell bereits erste Akteure aus dem Umfeld eingefunden, etwa für die wunderbare Abgrenzung des künftigen Nasch- und derzeitigen Vorbereitungsbeetes sowie am rechten äusseren Rand des Gartens. Er kam, sah den Bedarf und handelte.
Was war geschehen? Er hatte bemerkt, dass es für Hunde eine klarere Abgrenzung braucht und sucht nach einer Lösung. Herumliegendes, freies Material bot sich an, und er handelte. Bis heute haben sich schon einige Bewunderer für die Abgrenzung gefunden, die eine solche nun in ihrem eigenen Garten errichten wollen.
Ein andermal sah er für Sitzgelegenheiten geschnittene Baumstämme und eine Tischplatte und gruppierte diese zu einer Sitzecke. Und als Hackschnitzel für den Untergrund der Sitzgruppe gekommen waren, verteilte er diese sorgfältig und errichtete Abgrenzungen, damit das Material sich nicht in die Umgebung verstreut.
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Andere, uns bislang unbekannte Helfer, haben beispielsweise die Sonnenblumen neben der Feige, Frauenmantel, Hauswurz, Thymian und andere Kräuter gepflanzt. Wir freuen uns sehr darüber, dass zunehmend mehr Mensch kommen, nachfragen, schauen, sich hineinfühlen und selbst aktiv tätig werden!!!
8. Wie finanziert sich der Garten?
Der Garten wird derzeit v.a. von der Initiative 'Essbare Stadt Linz' finanziert, von den Stadtgärten mit Material sowie von privaten Spendern mit Samen und Setzlingen sowie kleineren und grösseren Pflanzen unterstützt. Um Förderungen wurden beim Land wurde bereits angesucht.
9. Wer unterstützt das Projekt?
Stadtverwaltung, Stadtgartenamt, Boden- und Klimabündnis unterstützen das Projekt v.a. ideell sowie mit Informationsmaterial, wie beispielsweise die Broschüre "gemeinsam wuchern lassen", Veranstaltungen, wie dem Netzwerktreffen im Juli in der Gärtnerei Schützenhofer in Rohr im Kremstal oder der Organisation der Veranstaltung "Sommerabend im Gemeinschaftsgarten" - bei der wir bereits letztes Jahr und auch in diesem Jahr (Freitag , 29.08.2025, 18.00-19.30h) wieder mit dabei sind - und ähnlichem.
10. Welche Schwerpunkte hat der Lehr-, Versuchs- und Naschgarten?
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Erweiterung des Wissens über Essbares im eigenen Umfeld
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Bewusstseinsbildung zum Thema 'Lebendige, natürliche Nahrung'
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Inspiration und Motivation, um selbst im eigenen Umfeld aktiv zu werden
Ad 1. Erweiterung des Wissens über Essbares im eigenen Umfeld
Wir sind umgeben von viel mehr essbaren Pflanzen in unserem Umfeld, als wir ahnen. Während aus unseren klassischen Kulturpflanzen zahlreiche kraftvolle Inhaltsstoffe zugunsten von Transport-, Lagerfähigkeit und mildem, v.a. süsslichen Geschmack weggezüchtet worden - und dadurch äusserst beliebt bei Schnecken - sind, weisen Wildgemüse meist eine sehr würzigen, kraftvollen und oft herben Geschmack auf - sehr zur Freude unserer Leber und Galle. Wer sie schon öfter gegessen hat, dem fällt auf, dass er von diesen wesentlich weniger zu sich nehmen braucht um satt zu werden als von klassischen Kulturgemüse mit einem eher hohen Wasseranteil.
Auch im naturnahen Anbau zeigen Wild- und sehr naturnahe Gemüse sowie Perma-Gemüse, also dauerhafte, mehrjährige Gemüse, ihren Vorteil: Während etliche Kulturgemüse eher zartbesaitet sind und sich in Kontakt mit Wildpflanzen meist nicht durchsetzen können, zeigen sich Wildgemüse hier eher durchsetzungsstark und von ihrer robusten Seite. Ihre meist wesentlich geringere Blattgrösse können sie im Vergleich zu Wildpflanzen nicht wirklich ausgleichen, ausser durch den Umstand, dass wir - wie schon erwähnt - weniger von ihnen brauchen. Perma-Gemüse wiederum haben den eindeutigen Vorteil, dass sie mehrjährig sind (also "permanent") und daher nicht jedes Jahr neu zu pflanzen sind, wie etwa er derzeit sehr populäre sogenannte "Ewige Kohl" (Mehr dazu findest Du hier: 'Ewiger Kohl' - Das Gemüse für berufstätige Gärtner: Einmal gepflanzt, jahrelang ernten)
Ad 2. Bewusstseinsbildung zum Thema 'Lebendige, natürliche Nahrung'
Ad 3. Inspiration und Motivation, um selbst im eigenen Umfeld aktiv zu werden
Nur wenige wissen bislang, dass es in der Stadt etliche Möglichkeiten gibt, gärtnerisch aktiv und dabei von der Stadt unterstützt zu werden. Besuche dazu den Artikel 'Gärtnern in der Stadt: Wie mach' ich das?'
11. Wie kann ich selbst in meiner Nähe so etwas/ so etwas ähnliches/ einen Gemeinschaftsgarten mit anderen anlegen?
Nur wenige wissen bislang, dass es in der Stadt etliche Möglichkeiten gibt, gärtnerisch aktiv und dabei von der Stadt unterstützt zu werden. Besuche dazu den Artikel 'Gärtnern in der Stadt: Wie mach' ich das?'
