Delikatessen aus der Natur: 14x Essbares im Februar
- Essbare Stadt Linz

- 5 days ago
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14x Essbares im Februar
Zu jeder Jahreszeit finden wir essbare Wildpflanzen. Heute erwartet Dich 14x Essbares im Februar. Wildpflanzen enthalten im Unterschied zu Kulturpflanzen alle Inhaltstoffe in konzentrierter Form, was Dir und der Natur den grossen Vorteil bietet, dass Du nur wenig von ihnen benötigst, damit sie ihre Wirkung für Dich entfalten können.
Im letzten Beitrag haben wir Dir bereits Vogelmiere, Rote Taubnessel, Ehrenpreis, Gänseblümchen, Löwenzahn, Schafgarbe, Sauerampfer, Brennnesselwurzeln sowie Tannen- und Fichtennadeln vorgestellt, alle reich bepackt mit wertvollen Inhaltstoffen. Je nach Aussentemperatur und Exposition findest Du sie in Mikrodosierung oder bereits in dichten Büscheln oder grösseren Mengen vor.
Bewusst achtsam
Willst du achtsam mit Dir und der Natur umgehen, so iss sie in dieser Jahreszeit v.a. roh, am besten direkt vor Ort oder mit Deinen Lieben zuhause als Salat. Beim Kochen benötigst Du viel grössere Mengen, und sie verlieren zusätzlich wertvolle Inhaltsstoffe.
Von Gundermann/Gundelrebe, Weisser Taubnessel und Goldnessel, Ruprechtskraut und Storchschnabel, Huflattich, Duftveilchen, Waldkiefer und Ahorn ...
Reichlich Grünzeug
Mengenmässig punkten im Februar neben den bereits im Jänner genannten Pflanzen die folgenden fünf, wobei in vielen Gärten häufig Zuchtformen von Goldnessel (Lamium galeobdolon) - v.a. als Bodendecker - und Blutrotem Storchschnabel (Geranium sanguineum) - v.a. im Staudenbeet - zu finden sind, während die anderen Genannten gemeinhin zwar ebenfalls häufig dort vorkommen, jedoch eher als lästige Bei-Kräuter ('Un-Kräuter'), denn als wertvolle Lebensmittel betrachtet werden.
Bilder von links nach rechts: Weisse Taubnessel, Gundermann oder Gundelrebe, Gelbe Taubnessel oder Goldnessel; Bildquellen von links nach rechts: Kräuterbuch.de, mein-schoener-garten.de, Plantura.garden
Weisse Taubnessel (Lamium album)
Die Weisse Taubnessel (Lamium album) ist essbar und gesund. Blätter, junge Triebe und Blüten sind reich an Vitaminen (B, C) und Mineralstoffen, mild und leicht süßlich im Geschmack, ähnlich wie Spinat, und kann roh in Salaten, als Smoothie oder Deko oder - da sie in ausreichender Menge vorkommt, auch gekocht in Suppen verwendet werden.
Blätter und Blüten ergeben einen wohltuenden Tee, der schleimlösend und beruhigend wirkt. Sie wird auch bei Frauenbeschwerden wie Weissfluss und Menstruationsbeschwerden eingesetzt und für Umschläge bei Ekzemen und Wunden genutzt.
Goldnessel (Lamium galeobdolon)
Die Goldnessel (Lamium galeobdolon) ist vollständig essbar, inklusive der Wurzeln (wie auch die der weissen oder der purpurroten Taubnessel). Auffällig sind ihre Blätter, die an er Oberfläche teils weiss oder silbrig schimmern. Besonders wenn sie jung sind und im Herbst geerntet werden, können sie roh als Snack, in Suppen oder Salaten verwendet werden, zusammen mit den ebenfalls essbaren Blättern und Blüten, die besonders geschätzt werden; sie schmecken würzig-nussig und sind reich an Vitaminen. Auch die Samen sind essbar.
In der Volksheilkunde wird sie als schleimlösend, entzündungshemmend, antibakteriell und krampflösend beschrieben. Sie unterstützt bei Atemwegs- und Magen-Darm-Beschwerden, regt die Nierentätigkeit an und wird äußerlich bei Hautproblemen wie Schwellungen oder Juckreiz angewendet. Ihre Heilkräfte stammen von Flavonoiden, Gerbstoffen, Schleimstoffen und ätherischen Ölen, die sich in Tee, Umschlägen oder als Wildgemüse nutzen lassen.
Gundermann/Gundelrebe (Glechoma hederacea)
Gundermann (Glechoma hederacea), auch Gundelrebe genannt, ist eine weit verbreitete, kriechende Wildpflanze mit blau-violetten Blüten (Blütezeit März bis Juni) und herzförmigen Blättern, die oft als Unkraut betrachtet. Junge Blätter und Blüten können vielseitig für Salate, wie für Tabouleh, ein erfrischender Petersiliensalat aus dem östlichen Mittelmehrgebiet, anstelle der Petersilie verwendet (beachten: Gundermann ist einigermassen geschmacksintensiv), für Kräutertopfen, Suppen, Omeletts, als Gemüse oder für die Frankfurter „Grünen Soße“ (einer Sauce aus 7 Kräutern, die gerne zu Kartoffeln gegessen wird) verwendet werden; .
Wegen seiner ätherischen Öle und Bitterstoffe wird er als Heilpflanze bei Husten, Verdauungsproblemen und zur Wundheilung, besonders bei eiternden Wunden, eingesetzt („Gund“ gilt als altgermanischer Begriff für fauliges Wundsekret oder Eiter).
Die Gundelrebe wächst gut auf feuchten Böden, ist winterhart und wird in Gärten häufig als invasiv empfunden, da sie mit ihren Ausläufern Rasen und andere Pflanzen verdrängt, weshalb sie durchaus grosszügig geerntet werden kann, z.B. für einen leckeren Gundermann-Smoothie (siehe unten).
Gundermann-Smoothie
Zutaten für 4 Gläser: 400g Himbeeren, 1 Handvoll Brennnesselspitzen, 1 Handvoll Gundermann-Blätter, 2 EL Agavensirup, 250 ml Milch (Kuhmilch, Mandelmilch, Hafermilch ...), 250 ml Wasser. Alles in den Mixer und pürieren, z.B. mit Gundermann-Blüten dekorieren.
(Rezept aus: Küchengötter.de)
Glatt und glänzend, rauh und wild
Scharbockskraut (Ficaria verna bzw. Ranunculus ficaria)
Bilder: Scharbockskraut (von li nach re: Blätter, Blätter und Blüten, mit Brutknöllchen in Blattachseln und Wurzeln), Bildquellen (von li nach re): dailyvegan.de, galasearch.de, raxistipps.focus.de
Die essbare Zeitspanne für Scharbockskraut (Ficaria verna) ist sehr kurz. Gegessen werden die Blätter v.a. in Zeitraum Jänner bis März und sobald die Pflanze blüht, ist ihre Essbarkeit beendet, denn ab diesem Zeitpunkt erhöht ich der Giftstoffe Protoanemonin (jedoch in geringerer Menge als in anderen Hahnenfußgewächsen), der Magen-Darm-Beschwerden verursachen kann. Blätter werden also nur von Pflanzen geerntet werden, die noch keine Blüten ausgebildet haben.
Wenn du sie suchst, bist du also auf ihre Blätter fokussiert: Rundlich herzförmig bis nierenförmig, speckig glänzend (meines Wissens um diese Jahreszeit die einzigen Blätter dieser Art), und immer dort, wo es gerade feucht ist - also gerne an kleinen Bachrinnsalen, die sich im zeitigen Frühjahr über die noch kurzen Wiesen schlängeln. Hast Du sie einmal erkannt, findest du sie immer wieder.
Scharbockskraut gilt als historische Heilpflanze, deren Name direkt vom altdeutschen Begriff "Scharbock" für Skorbut (eine schwere Vitamin-C-Mangelkrankheit) abstammt, da die jungen, vitaminreichen Blätter im Frühjahr Skorbut vorbeugten und behandelten, besonders bei Seefahrern. Die Blätter lieferten das dringend benötigte reich an Vitamin C und wurden früher roh oder gekocht gegen Mangelerscheinungen wie Zahnfleischbluten und Schwäche eingesetzt. Die jungen Blätter und Triebspitzen werden heute gerne zu Wildsalaten, Topfen oder Smoothies hinzugefügt.
Neben den Blättern sind auch die kleinen, länglich runden Brutknöllchen (kleine weisse Speicherknollen in den Blattachseln und an der Wurzel) nach dem Trocknen oder Erhitzen essbar und können als Mehl oder eingelegt als Kapernersatz dienen. Achtung: Roh enthalten sie giftige Stoffe. Die Brutknöllchen sind nicht mit Blütenknospen zu verwechseln! Diese Brutknöllchen sind der energiereichste Teil des Scharbockskrauts.
Tritt bei einem Geschmackstest an Stelle des von Natur aus herben, etwas scharfen Geschmacks ein „stechend-bitterer“ Geschmack auf, sollten die gesammelten Pflanzenteile vor Verzehr getrocknet werden, um sie zu entgiften (Quelle: Wikipedia).
Borretsch/ Gurkenkraut (Borago officinalis)
Bilder: Borretsch/ Gurkenkraut (Borago officinalis)
Bildquelle: Essbare Stadt Linz
Hättet Du das alte Heil- und Würzkraut auch ohne seine markanten Blüten und die Grösse der Pflanze erkannt? Ein Segen, das sie so völlig unkompliziert wächst und gleichzeitig eine ganz wunderbare Bienenweide darstellt.
Wie so viele Pflanzen, die zeitig im Jahr erscheinen, sind auch die jungen, noch weichen Blätter des Borretsch, deren Geschmack an Gurken erinnert - daher auch ihr Name - eine ideale Salatzutat, aber auch für Topfenaufstriche, zu Ei oder in Suppen geeignet.
Willst du Borretsch nicht frisch essen, sondern aufbewahren, kannst du ihn in Essig einlegen. Später im Jahr bilden die blauen Blüten eine wunderbare Dekoration für Getränke und Speisen und eignen ich gut als Tee.
Die traditionelle Heilpflanze wirkt blutreinigend, schleimlösend und entzündungshemmend und unterstützt bei Atemwegsproblemen, Fieber und Hautleiden (wie Neurodermitis, durch das daraus gewonnene Öl) hilft, aber wegen Pyrrolizidinalkaloiden in Blättern und Kraut nur in Maßen verwendet werden sollte (die Blüten sind weniger belastet). Das Samenöl ist reich an Gamma-Linolensäure, hilft bei Neurodermitis, Ekzemen und trockener Haut und wird daher gezielt bei Hautproblemen eingesetzt.
Die mit dem langen Schnabel
Bilder links und Mitte: Stinkender Storchschnabel/ Ruprechtskraut (Geranium robertianum), rechts: Blutroter Storchschnabel (Geranium sanguineum), Bildquellen: Links: theforagingfoodie.co.uk, Mitte: www.mein-schoener-garten.de, rechts: de.wikipedia.org
Ruprechtskraut/ Stinkender Storchschnabel (Geranium robertianum)
Das fast unscheinbare, jedoch besonders an Mauern oder Felsspalten auffallende Ruprechtskraut/ Stinkender Storchschnabel (Geranium robertianum) ist v.a. an halbschattigen bis sehr schattigen Standorten zu finden wie etwa auch an Höhleneingängen. Es bevorzugt mässig trockene bis eher feuchte, humosen, nährstoffreichere Standorte, hat eine durchschnittliche Wuchshöhe von 10-50 cm und blüht von April bis Oktober. Ruprechtskraut wächst einjährig, wenn es früh im Jahr keimt und noch im selben Jahr zur Blüte kommt oder zweijährig, wenn es erst Ende Jahr keimt und im kommenden Jahr blüht.
Junge Blätter passen gehackt in Salat oder Quark, die Blüten dienen als dekorative Garnitur. Eine übermäßige Nutzung wird wegen der Gerbstoffe nicht empfohlen.
Traditionell wird das Ruprechtskraut in der Volksmedizin für Aufgaben eingesetzt, die mit Ziehen, Reinigen, Entgiften oder Lösen (wie dem Lösen von Schockzuständen) beschrieben werden und wurde daher als Lymphmittel, bei Frauenleiden, Verdauungsproblemen (Durchfall), Hautproblemen, Fieber, Gicht, Zahnschmerzen, Prellungen, Herpes und Atemwegsbeschwerden verwendet. Es wirkt äußerlich antiseptisch, kann Mücken abwehren und wird als Tee, Aufguss oder äußerliche Auflage verwendet.
Blutrotem Storchschnabel (Geranium sanguineum)
Der Blutrote Storchschnabel (Geranium sanguineum) hingegen liebt es sonnig auf frischen bis trockenen, durchlässigen, humosen Böden und erreicht ebenfalls eine Grösse bis zu 50cm.
Blüten und Blätter sind auch hier essbar und können sparsam als Dekoration von Speisen verwendet werden.
Wie das Ruprechtskraut gilt auch sie als traditionelle Heilpflanze, die wegen ihrer adstringierenden Gerbstoffe, Bitterstoffe (wie Geraniin) und Harze vor allem äußerlich zur Blutstillung kleinerer Wunden und zur Förderung der Wundheilung sowie bei Hautproblemen (Geschwüre, Ausschläge) angewendet wird, oft auch bei Durchfallerkrankungen innerlich. Er ist nicht giftig, wird als Tee, Auflage oder Tinktur genutzt und ist eine robuste, heimische Staude für trockene, sonnige Standorte.
Blätter im Vergleich:
Reihe: Stinkender Storchschnabel/ Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
Bildquelle: unkraeuter.info
Die rötliche Mitte tritt nicht immer so deutlich hervor. Auffällige ist die Behaarung der Stängel.
Reihe: Blutroter Storchschnabel (Geranium sanguineum)
Bildquelle: www.naturadb.de
Mehr als nur essbare Deko
Bilder: Links: Huflattich (Tussilago farfara), rechts: Duftveilchen (Viola odorata), Bildquelle: Links: farmanddairy.com, rechts: de.wikipedia.org/wiki/
Huflattich-Blüten (Tussilago farfara)
Huflattich findet sich v.a. am Wegrand an feucht-sonnigen Stellen im Wald. Er gedeiht gut an lehmigen, kalkhaltigen oder tonigen Standorten, die seine Vorliebe unterstützen. Seine gelben Blütenköpfe sitzen auf einem schuppigen Stängel und sind dadurch leicht vom Löwenzahn zu unterscheiden, er zeitlich in der Regel zudem erst viel später erscheint.
Verwechselbar für den Laien sind hingegen seine Blätter, die erst nach der Blüte erscheinen: Sie ähneln frappant jenen der meist zur selben Zeit und am selben Standort auftauchenden Pestwurz (Petasites hybridus). Letztere werden allerdings wesentlich grösser, sind dünner und fühlen sich etwas rauer an. Huflattichblätter erreichen einen Durchmesser von 10-15 cm, seltener 20 cm, der von der Pestwurz bei weitem übertroffen wird. Der Blattrand beim Huflattich ist zwar wie jener der Pestwurz leicht gezahnt, jedoch minimal verdickt und meist etwas dunkler als das restliche Blatt, häufig fast rötlich. Generell fühlt sich das ganze Blatt eher wachsig-glatt und kompakt an im Vergleich zu dem der Pestwurz.
Gesammelt werden die Blüten und Stängel ab Ende Februar/März, die die nach der Blüte erscheinenden Blätter bis August:
Junge Blätter: Klein gehackt in Salaten, Kräuterquark, Smoothies (sparsam), oder als Gemüse (ähnlich Spinat).
Blüten: Als essbare Dekoration, in Tees, oder gedünstet.
Blütenstängel: Roh in Salaten oder gegart.
Geschmack: Mild, erinnert an Spargel
Sein hoher Anteil an Schleimstoffen macht den Huflattich zu einem hervorragenden Hustenlöser, da er eine Schleimschicht über entzündete Areale bildet. Er wird unter anderem bei krampfhaftem Husten und Bronchitis verwendet. Da er durch die enthaltenen Pyrrolizidin-Alkaloide leicht giftig ist, sollte er nur kurzfristig und in geringeren Mengen zu sich genommen werden - was übrigens für die meisten Heilpflanzen gilt. Für den Eigenanbau gibt es auch pyrrolizidin-freie Sorten.
Duftveilchen (Viola odorata)
Auch das Duftveilchen (Viola odorata) ist essbar: Blühend findest Du sie von Februar bis April, manche blühen auch im August noch einmal.
Blätter, Blüten und Knospen können roh in Salaten, als Dekoration oder zu Tee, Sirup, kandierten Blüten, Essig und Likören verarbeitet werden, wobei die Blüten roh am meisten Aroma haben. Die Pflanze hat auch Heilwirkungen, übermäßige Mengen können jedoch Magenbeschwerden verursachen.
Blüten & Blätter: Roh in Salaten oder als Dekoration für Süßspeisen.
Kandierte Blüten: Mit Eiweiß und Zucker bestrichene Blüten, die anschliessend getrocknet werden, gelten in Frankreich als eine Delikatesse („Violettes de Toulouse“), die gerne auch auf Salaten als appetitanregende Dekoration zum Einsatz kommt.
Sirup & Essig: Säfte und Nachspeisen erhalten durch die Blüten ein besonderes Aroma.
Kräuterbutter, Salz oder Blütenzucker: Fein gehackte Blätter würzen die Kräuterbutter oder ergeben mit Salz ein mild-aromatisches Gewürz.
In der Heilkunde wird das Veilchen v.a. wegen seiner schleimlösenden Wirkung als Hustentee geschätzt, findet jedoch auch für Waschungen bei Hautleiden seine Anwendung. In der Homöopathie wird es bei Atemwegserkrankungen und Rheuma der Handgelenke eingesetzt. Hieronymus Bock empfahl die Anwendung des Krautes zur Herzkräftigung und „zu allen hitzigen Krankheiten“.
Erfrischend nadelig
Neben den Nadeln von Fichte und Tanne (Achtung: Nicht mit der giftigen Eibe verwechseln!!!) sind auch jene von Kiefer und Lärche essbar, wobei sich die Lärche bevorzugt in über 600 m Seehöhe einfindet, da sie kühlere Standorte bevorzugt. Damit scheidet sie für den Raum Linz eher aus - sofern es nach ihr geht.
Die Gewöhnliche Kiefer, Rotföhre, Weiss- oder Waldkiefer (Pinus sylvestris)
Bilder: Waldkiefer (Pinus sylvestris), Bildquellen von links nach rechts, von oben nach unten: Baum: de.wikipeddia.org/wiki/, Nadeln und Zapfen, Nadeln: Heckenpflanzen-heijnen.at, Borke und Blüten: de.wikipeddia.org/wiki/
Die bei uns weit verbreitete Waldkiefer (Pinus sylvestris) kann bis zu 600 Jahren alt werden bei einem Stammdurchmesser bis zu einem Meter. Den Namen Rotföhre verdankt sie ihrer typisch rotbraunen, blättrigen Rinde. Ihre blaugrünen Nadelblätter stehen paarweise gebündelt und werden 4-7 cm lang. Sie kommt mit nahezu jedem Boden zurecht, ob Felsen, Moor- oder Sandböden, allerdings benötigt sie viel Sonnenlicht, weshalb die ansonsten so Genügsame mit Mitbewerbern um das Licht nicht gut zurecht kommt.
Studien zufolge wirken die Kiefernnadeln entzündungshemmend, antibakteriell und antiviral und stärken das Immunsystem. Sie können gerade in den Wintermonaten eine wertvolle Gesundheitsstütze darstellen. Im Gegensatz zum sehr zitronig-frischen Geschmack von Fichtennadeln kann der von Waldkiefernadeln eher als würzig, harzig, waldig und leicht pfeffrig mit einer feinen, milden Süße beschrieben werden, der an einen Waldspaziergang und erinnert. Beim einem solchen also gelegentlich 5-10 Nadeln oder 2-3 Knospen gründlich kauen, die restlichen Fasern der Nadeln irgendwann ausspucken.
Junges Gemüse
Bilder: Von li oben nach re unten: Saubohnen, 2x Radieschen, Mangold, Bildquelle: Essbare Stadt Linz
Durch Selbstaussaat nach der Blüte finden sich auch im zeitigen Frühjahr immer wieder junge Gemüse wie Saubohnen, Radieschen, Mangold oder junge Erbsensprösslinge im Garten ein. Das gleiche kann natürlich auch absichtlich herbeigeführt werden.




























































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